Dunstabzugshaube und Fettfilter reinigen

In der Dunstabzugshaube sammelt sich über Monate ein zäher, verharzter Fettfilm – im Filter, an der Haubenunterseite und rund um die Ansaugöffnung. Wird er zu lange nicht entfernt, zieht die Haube schlechter ab, und der Filter lässt sich irgendwann kaum noch sauber bekommen. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie beides gründlich reinigen – und welche Materialfrage Sie vorher klären müssen.

Vorher an einer Stelle testen

Die einfachste Regel vorweg: Tragen Sie den Reiniger zuerst an einer verdeckten Ecke des Filters auf und schauen Sie eine Minute zu. Verändert sich die Oberfläche nicht, können Sie weitermachen. Zeigt sich eine Verfärbung, lassen Sie es und reinigen den Filter mit heißem Wasser und Spülmittel.

Der Hintergrund: Der Grillreiniger ist stark alkalisch und greift unbeschichtetes Aluminium an – und manche Fettfilter bestehen genau daraus. Edelstahlfilter sind unproblematisch. Der Test an einer Ecke klärt das in einer Minute, ohne dass Sie das Material kennen müssen.

Filter reinigen – Schritt für Schritt

  1. Haube ausschalten und Filter aushängen. Die meisten Filter lassen sich über einen Schiebe- oder Clipverschluss nach unten herausnehmen.
  2. Grob abtropfen lassen. Loses Fett mit Küchenpapier abnehmen – was Sie hier entfernen, muss der Reiniger nicht lösen.
  3. Reiniger auftragen. Der Schulz Grillreiniger wird laut Etikett unverdünnt angewendet: beidseitig gleichmäßig aufsprühen, bis das Gestrick benetzt ist.
  4. Einwirken lassen. Das Etikett nennt keine feste Zeit – beobachten Sie, wann sich der Fettfilm sichtbar löst und milchig wird. Lassen Sie den Reiniger nicht auf der Fläche antrocknen.
  5. Gründlich abspülen. Mit reichlich klarem Wasser spülen, bis kein Schaum mehr abläuft. Bei starken Verkrustungen den Vorgang wiederholen, statt mit Kraft zu schrubben.
  6. Trocknen lassen und einsetzen. Erst vollständig abtropfen lassen, dann wieder einhängen.

Die Haube selbst

Die Unterseite und der Bereich um die Ansaugöffnung bekommen denselben Fettfilm ab. Hier gilt: Reiniger nicht in die Haube sprühen, sondern auf ein Tuch geben und damit arbeiten – so gelangt nichts in Elektronik, Beleuchtung oder Motor. Anschließend mit einem feuchten Tuch nachwischen.

Bei Edelstahlflächen in Faserrichtung wischen, sonst zeichnen sich Wischspuren ab.

Sicherheit

Das Konzentrat ist stark alkalisch und ätzend. Tragen Sie Schutzhandschuhe und Augenschutz – es kann Haut und Augen schwer schädigen. Arbeiten Sie nicht in kleinen, schlecht belüfteten Räumen ohne Frischluft; öffnen Sie ein Fenster. Alle Gefahrenhinweise und das Sicherheitsdatenblatt finden Sie auf der Produktseite.

Nicht geeignet ist der Reiniger außerdem für lackiertes Holz – die Lackschicht kann beschädigt werden.

Die häufigsten Fehler

  • Ohne Vortest loslegen. Eine Minute an einer Ecke erspart Ihnen im Zweifel einen dunkel angelaufenen Aluminiumfilter.
  • In die Haube sprühen. Reiniger in der Elektrik ist ein Schaden, den keine Reinigung wert ist.
  • Antrocknen lassen. Getrockneter Reiniger hinterlässt Schlieren und muss erneut gelöst werden.
  • Zu lange warten. Frisches Fett geht mit deutlich weniger Aufwand ab als ein halbes Jahr altes, verharztes.

Häufige Fragen

Geht der Filter nicht einfach in die Spülmaschine?

Bei Edelstahl funktioniert das oft, kommt bei stark verharztem Fett aber an Grenzen. Für Aluminiumfilter gilt dasselbe wie oben: Maschinenreiniger sind ebenfalls alkalisch – hier lieber von Hand mit heißem Wasser und Spülmittel.

Wie oft sollte gereinigt werden?

Das hängt davon ab, wie viel gebraten und frittiert wird. In der Gastronomie liegt der Abstand deutlich kürzer als im Privathaushalt. Als Anhaltspunkt: Wenn sich beim Fingerdruck auf den Filter ein Abdruck zeigt, ist es Zeit.

Lohnt sich das 10-Liter-Konzentrat für einen Haushalt?

Für einen einzelnen Haushalt selten. Zehn Liter ersetzen rund 20 Sprühflaschen à 500 ml – das rechnet sich dort, wo regelmäßig große Mengen anfallen: Gastronomie, Großküche, Kantine.

Kann ich damit auch die Fritteuse reinigen?

Ja, Fettablagerungen im Becken sind ein typischer Einsatzfall. Beachten Sie auch dort das Material und spülen Sie anschließend gründlich mit klarem Wasser nach.

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